Ein gelungener Start

Es sind große Fußstapfen auf die Andrea Schuler bei den Stadtwerken Haslach trifft: Sie übernimmt die Aufgaben von Ingrid Keller. 23 Jahre lang war die Hausacherin die Ansprechpartnerin für Kunden, wenn es um die Verbrauchsabrechnung ging (siehe Bericht). Um den Wechsel reibungslos zu gestalten, arbeiteten Andrea Schuler und Ingrid Keller seit mehrere Wochen zusammen. In wenigen Tagen wird der Wechsel vollzogen und Ingrid Keller in Altersteilzeit gehen.

Expertise im Gepäck

Mit Andrea Schuler, die in Schonach aufgewachsen ist, erhält das Team der Stadtwerke Haslach jede Menge Expertise. Bevor sie den Sprung ins Kinzigtal wagte, arbeitete sie 18 Jahre für einen Energieversorger im östlichen Schwarzwald. „Das war schon ein großer Schritt für mich“, sagt sie über den Wechsel. Der sei auch daher gewollt gewesen, weil sie mit ihrem Partner in Zell am Harmersbach lebt: „Das Arbeitsspektrum ist ähnlich, und es ist natürlich viel näher.“

Für Hans-Peter Falk ist der reibungslose Wechsel an dieser zentralen Stelle wichtig. Daher freut er sich, dass es gelungen ist, Andrea Schuler für die Stadtwerke gewonnen zu haben. „Sie wird ihre Sache gut machen. Davon bin ich überzeugt“, sagt der Kaufmännische Werkleiter über die 43-Jährige. Daher sei es auch kein Problem, dass Ingrid Keller große Fußstapfen hinterlassen habe. „Andrea Schuler wird sicher ihre eigenen Fußspuren im Unternehmen schaffen.“

Das Foto zeigt (von links) Andrea Schuler, Ingrid Keller und Hans-Peter Falk. 

Ein Lächeln für die Kunden

Wie oft Ingrid Keller den Telefonhörer abgenommen und ein Kundengespräch angenommen hat? Wie viele Lächeln sie Kunden geschenkt hat, wenn diese wegen Fragen zur Rechnung zu den Stadtwerken Haslach gekommen sind? Es muss unzählige Male gewesen sein. Doch nach 23 Jahren werden keine weiteren Gespräche oder Lächeln dazukommen, denn die 63-Jährige geht in den Ruhestand.

Stelle in der Buchhaltung 1997 angetreten

Es wird eine Umstellung sein, ist sich Hans-Peter Falk sicher: „Ingrid Keller ist über die Jahre für unsere Kunden zum Gesicht der Stadtwerke geworden, wenn es um die Verbrauchsabrechnung geht.“ Nicht nur das. Die 63-Jährige hat sich auch intern einen hervorragenden Ruf erarbeitet, sagt der Kaufmännische Werkleiter der Stadtwerke: „Sie ist ein echter Glücksgriff, mit der alle Kolleginnen und Kollegen gut und vertraulich zusammenarbeiten konnten und können.“ Als Ingrid Keller 1997 die Stelle in der Buchhaltung antrat, waren die Stadtwerke ein überschaubares Unternehmen mit überschaubaren Aufgaben und zehn Mitarbeitern. „Unser Büro war in einer ehemaligen Wohnung im Werk 1 untergebracht – im Badezimmer gab es sogar noch eine Badewanne“, erinnert sich die Hausacherin zurück.

Viele Veränderungen miterlebt

Seit ihrem Start vor 23 Jahren hat sich nicht nur die Zahl der Kolleginnen und Kollegen auf 20 verdoppelt, auch die Ansprüche an die Stadtwerke sind gestiegen. „Die größte Veränderungen war die Liberalisierung des Strommarkts“, sagt Ingrid Keller rückblickend. Zusätzliche Aufgaben, mehr Erklärungsbedarf gegenüber Kunden, Werbung und Regelungen durch die Behörden sind seitdem an der Tagesordnung. „Spannend“, findet sie. Auch für die heute 63-Jährige bedeutete die Liberalisierung eine Veränderung: Anfangs kümmerte sie sich um Buchhaltung und Verbrauchsabrechnung, „doch das war dann nicht mehr möglich“, sagt die gelernte Steuerfachgehilfin.

Nach der Ausbildung in Wolfach, die sie 1976 abschloss, und einigen Jahren im Ausbildungsbetrieb arbeitete Ingrid Keller mehrere Jahre für eine Wohnungsbaugenossenschaft. Als die Stadtwerke dann 1997 die Stellung in Haslach ausgeschrieben hatten, griff die Mutter zweier mittlerweile erwachsener Töchter zu. „Zum Glück“, ergänzt Hans-Peter Falk mit einem Lächeln.

„Die 23 Jahren waren toll“, blickt Ingrid Keller gutgelaunt zurück. In der langen Zeit als Ansprechpartnerin für die Stadtwerke-Kunden habe es nie Probleme oder Schwierigkeiten gegeben. Und die Vielfalt der Aufgaben hat sie als positive Herausforderung angenommen. „Unsere Stärke ist, dass wir dort arbeiten, wo wir zuhause sind und uns die Region wichtig ist. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen haben wir nicht so viele Abteilungen und arbeiten dementsprechend eng zusammen.“

Wenn der Wecker ab August nicht mehr klingeln muss, will es Ingrid Keller etwas ruhiger angehen lassen. Dann nimmt sie sich mehr Zeit für die Familie. Ein Vorhaben steht dabei schon auf der Agenda: Eine Radtour gemeinsam mit ihrem Mann in die Alpen. Auf dem E-Bike? „Nein!“ Ingrid Keller schüttelt vehement den Kopf. Elektrizität mag im Berufsleben eine große Rolle spielen, privat setzt die sportliche Hausacherin auf reine Muskelkraft.

 

Besser unterirdisch

Es ist ein Baustein für die Zukunft und läutet gleichzeitig das Ende einer Ära ein: Die Freileitungen, mit denen Elektrizität in Häuser transportiert wird, gehören in den meisten Teilen Haslach bald der Vergangenheit an.

Aktuell wird im Bereich Ringstraße und Klosterstraße daran gearbeitet. Die Versorgungsleitungen kommen in den Untergrund, die Leitungen zwischen den Häusern werden abgenommen, die Einrichtungen zurückgebaut. „Wir nutzen die Erneuerung der Straßenbeleuchtung und verlegen die notwendigen Leitungen unter die Erde“, erläutert der technische Werkleiter der Stadtwerke, Ralf Rösch. Noch werden die Straßenzüge dort mit Seilleuchten erhellt, doch bald kommen auch hier die modernen und energiesparenden LED-Laternen zum Einsatz.

Umbau läuft seit 2016

Der Ausbau des unterirdisch liegenden Leitungsnetzes im Bereich Eichenbach läuft seit gut vier Jahren. „Wir haben damit bereits 2016 begonnen“, blickt Rösch zurück. Aktuell geht es um Abschnitte in der Ringstraße und der Klosterstraße. Neben den Leitungen für die zukünftige Straßenbeleuchtung und die Anbindung der Häuser verlegen die Stadtwerke dort auch ein Kabelschutzrohr. „Wenn dort der Breitbandausbau ansteht, kann auf dieses Leerrohr zurückgegriffen werden. Die Straße muss also nicht erneut aufgerissen werden“, sagt Rösch.

Notwendige Zukunftsinvestition

Die Umstellung von Freileitung auf in der Erde verlegte Anschlüsse hat viele Vorteile, so Rösch: Freileitungen sind der Witterung und aufgrund von Wind permanent Bewegung ausgesetzt. „Der Verschleiß ist also vorhersehbar.“ Unterirdisch liegen die Leitungen dagegen sicher. Dazu kommt, dass Arbeiten an den nicht-isolierten Freileitungen erheblich mehr Aufwand und Sicherheitsmaßnahmen erfordern – „zumal diese Leitungen ja immer einen Verbund ergeben. Das heißt, wenn an einem Dachständer etwas zu tun ist und der Strom dort abgeschaltet werden muss, wirkt sich das auf alle anderen Abnehmer aus“. Auch das entfällt, wenn der Hausanschluss im Keller liegt. Rund 110.000 Euro investieren die Stadtwerke in die aktuelle Maßnahme. 420 Meter Freileitung werden dabei durch eine 350 Meter unterirdische Hauptleitung sowie weiteren 180 Meter Hausanschlussleitungen ersetzt.

Abgeschlossen dürften die Arbeiten bis Ende Juli sein, schätzt Ralf Rösch: „Den Rückbau der Freileitung können wir erst angehen, wenn alle betroffenen Häuser umgestellt worden sind. Das sollte in den nächsten vier Wochen erledigt sein.“

Saison gestartet

Das Freibad ist wieder geöffnet: Am Mittwoch, 17. Juni, fiel der Startschuss für eine besondere Saison. Dieses Jahr läuft der Betrieb des Freibads "im sicheren Modus", betont Ralf Rösch, Technischer Werkleiter der Stadtwerke. Geöffnet ist das Bad täglich von 12 bis 20 Uhr.

Eintrittskarten gibt es elektronisch und sind vorab zu bestellen (-> Link). Denn aufgrund der aktuellen Lage ist nur eine begrenzte Besucherzahl zulässig. Und für die gilt: Ausgehängte Coronaregeln unbedingt beachten! Dazu zählt unter anderem, dass in den Duschen jeweils nicht mehr als zwei Menschen gleichzeitig duschen dürfen. Rösch: "Unsere Mitarbeiter helfen den Besuchern aber gern weiter, wenn Fragen offen bleiben."

Impressionen aus dem Freibad und der Vorbereitung gibt es auf der Facebookseite. Zu finden ist diese hier: https://www.facebook.com/schwimmbad.haslach

 

Spende statt Geschenken

Bärenkind Emma zu Besuch

Die Weihnachtspost der Stadtwerke Haslach stand 2019 unter der Prämisse „Zeit für einen anderen Menschen nehmen“. Dieser Gedanke wurde zudem bewusst gelebt: „Wir haben diesmal auf die üblichen Präsente für unsere Großkunden verzichtet, um einem Menschen zu helfen“, sagt Ralf Rösch, Technischer Werkleiter der Stadtwerke.

Stattdessen hat sich das Energieversorgungsunternehmen beim Hausacher Bärenkind engagiert. Die vor mittlerweile 20 Jahren ins Leben gerufene Aktion stellt jedes Jahr ein Kind aus der Region in den Mittelpunkt, das aus medizinischer Sicht Unterstützung und Hilfe benötigt: Zu Weihnachten 2019 ist es Emma Bochicchio aus Haslach.

Das ein Jahr alte Mädchen hat aufgrund eines seltenen Gendefekts bereits beide Nieren verloren und muss regelmäßig zur Dialyse. Bei einem Besuch in der vergangenen Woche durfte sich Emma gemeinsam mit ihrer Mutter Lucia jetzt über die Spende in Höhe von 300 Euro freuen, nachdem ein erster Termin aufgrund eines medizinischen Notfalls abgesagt werden musste.

Ralf Rösch: „Es war daher doppelt schön zu erleben, was für ein aufgewecktes und fröhliches Kind Emma ist, der man ihre schwere Erkrankung kaum anmerkt. Umso wichtiger ist es, dass die Spende, die wir auch im Namen unserer Kunden und Mitarbeiter getätigt haben, vollständig ihr und ihrer Familie zugutekommt.“

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