Baustelle unter Wasser

Das alte Wehr war schon stark beschädigt.Gut 1,2 Millionen Euro investieren die Stadtwerke Haslach in Kooperation mit dem Regierungspräsidium Freiburg (RP) in das Kinzigwehr bei Steinach. Das vor mehr als 60 Jahren errichtete Bauwerk war marode und letztlich technisch nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Doch nur eine Woche nach dem Start ist schon wieder Schluss. Das Hochwasser hat die Baustelle geflutet.

Ralf Rösch schüttelt den Kopf. Der Damm, mit dem die Steinach zugewandte Seite der Kinzig trockengelegt worden war, ist zu großen Teilen weggespült. Die Markierungsstangen, die den Verlauf des verlängerten Fischaufstiegs anzeigen, sind es ebenfalls. „Das wirft uns schon ein bisschen zurück“, sagt der technische Werkleiter. Doch bange ist ihm nicht: „Wir haben extra einen Zeitpuffer eingebaut.“

Bis zum 31. Oktober haben die Baufirmen Zeit, um das baufällige Wehr mit seiner antiquierten Untergewichtsklappenmechanik durch ein moderneres zu ersetzen. „In fließenden Gewässern zu bauen, unterliegt immer auch dem Gewässer- und Naturschutz“, erläutert Rösch. In den Zeiten, in denen viele Fische wandern – etwa um abzulaichen – ist das nicht möglich.

Die Zuleitung von Steinach wird etwas früher in die Kinzig geleitet (Aufnahme vor dem Hochwasser).Die Planungen für die Erneuerung sind alt. Schon 2014 lagen sie vor, doch erst fünf Jahre später ist es nun losgegangen. „Das lag an verschiedenen Genehmigungen und den dahinterliegenden Prozessen“, berichtet Rösch bei einer Baustellenbesichtigung. Die Wartezeit für das größte Investitionsvorhaben wurde dann für andere anstehende Arbeiten wie die schrittweise Umstellung auf LED-Beleuchtung oder Kabelaustausche genutzt.

1,2 Millionen Euro dürfte das Projekt nach aktuellen Berechnungen kosten. Es besteht aus zwei Teilen: Neben der Erneuerung des Wehrs wird auch der Fischpass, im offiziellen Sprachgebrauch Fischaufstiegsanlage (FAA), deutlich optimiert. Die Kosten für den dann flacheren und leichteren Aufstieg trägt das Regierungspräsidium in Freiburg (RP). Sie machen etwa ein Drittel der Summe aus. „Das ist eine Ausgleichsmaßahme für den Ausbau der B33 zwischen Steinach und Haslach“, sagt Rösch.

Das Wehr wird – wie bisher – aus zwei Hälften bestehen, dann jedoch mit jeweils einer durchgehenden stählernen Klappe. „Vorher waren die beiden Hälften in viele kleinere Klappen aus Holz unterteilt, was nicht nur aufgrund der fast schon historischen Bausubstanz und Technik einen hohen Wartungsaufwand bedeutete“, fasst der Ingenieur zusammen. Am Standort und Lage der Anlage wird sich dagegen nicht viel ändern: „Der Fischaufstieg wird allerdings etwas länger und erhält mehr Verweilbecken, daher muss die Mündung des Mühlbachs leicht versetzt werden, damit die Fische beim Aufstieg nicht irrtümlich Richtung Welschensteinach schwimmen, sondern der Kinzig folgen.“ Die Entnahme für die Wiesenbewässerung bleibt, wird aber ebenfalls den neuen Gegebenheiten angepasst.

Das Hochwasser Ende Mai hat die Baustelle nahezu komplett abgeräumt. Trotzdem sollen die Arbeiten im Zeitplan bleiben.Im ersten Bauabschnitt werden der linke Abschnitt des Wehrs und die Fischtreppe erstellt, im zweiten kommen dann die zweite Wehrhälfte und die technischen Anlagen dran. Diese entstehen auf dem Steinach gegenüberliegenden Ufer unterhalb der Straße. „Das werden zwei niedrige Technikgebäude, die kaum auffallen dürften.“

Mit der runderneuerten Wehranlage und dem optimierten Fischaufstieg wird die Kinzig nicht nur ein bisschen durchgängiger für Wanderfische. Der Zulauf für das Wasserkraftwerk lässt sich einfacher regulieren, und die Wartung ist bei weitem nicht so aufwändig. „Das wird sich im Gesamtergebnis des Wasserkraftwerks sicher positiv bemerkbar machen“, gibt sich Ralf Rösch überzeugt.

Wann es bei Steinach weitergehen wird, weiß Rösch noch nicht. „Da müssen wir einfach abwarten“, sagt er. „Wer in der Natur und mit der Natur baut, muss sich ihr anpassen.“ Die Vorbereitungen sind jedenfalls abgeschlossen: „Es ist alles bestellt und vorhanden, auch die beiden Wehrklappen sind bereit für den Transport ins Kinzigtal. Es darf also auch alles ganz schnell gehen. Wir sind vorbereitet!“

Wehr kommt voran

Die Baustelle am Steinacher Wehr kommt trotz des Hochwassers Ende Mai gut voran. Mittlerweile ist die verlängerte Fischtreppe im Werden, wie auf dem Foto von Hans Müller zu sehen ist. Der Zeitplan - bis Oktober darf im Fluss gebaut werden - ist trotz des Hochwassers bisher nicht gefährdet.  

Weitere Impressionen gibt es auf der Facebook-Seite der Stadtwerke unter https://www.facebook.com/stadtwerke.haslach.

Vorverkauf für Freibadsaison 2019

Die ersten schönen und warmen Tage hat es dieses Jahr schon gegeben, „doch es dürfen gern ein paar mehr werden“, sagt Ralf Rösch. „Denn noch konnte man die ja nicht im Haslacher Freibad verleben“, führt der technische Werkleiter der Stadtwerke Haslach weiter aus. Das wird sich bald ändern: Am Sonntag, 11. Mai, startet das Bad in seine 66. Saison.

Wie auch in den Jahren zuvor, bieten die Stadtwerke einen Vorverkauf von Jahreskarten im Freibad an: am Freitag, 3. Mai, von 9 bis 11.30 Uhr sowie von 15.30 bis 18.30 Uhr, am Samstag, 4. Mai, zwischen 9 und 11.30 Uhr sowie am Dienstag, 7. Mai, wieder zwischen 9 und 11.30 Uhr sowie nachmittags von 15.30 bis 18.30 Uhr. Die Preise haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

Mit dem Start des Vorverkaufs verbunden ist der Abschluss der Vorbereitungen. Große Veränderungen werden Besucher nicht wahrnehmen, auch wenn natürlich investiert wurde. Rösch: „Wir haben – wie in jedem Winter – etliche Fliesen erneuern müssen, die aufgrund von Frost gesprungen sind und dementsprechend ausgetauscht werden müssen. Zum einen besteht an den scharfen Kanten Verletzungsgefahr, zum anderen sorgt jeder Riss dafür, dass Wasser versickert. Das ist auf Dauer natürlich ein Kostenfaktor, der uns zum Nachdenken zwingt.“ Eine Beckensanierung würde mit mindestens einer Million Euro zu Buche schlagen. Zu überlegen sei allerdings, ob man die Becken eventuell Stück für Stück mit Edelstahl auskleidet, um die alljährlichen Fliesenreparatur in Griff zu bekommen, so Rösch.

Der Zeitpunkt einer solchen Investition hänge natürlich von anderen großen Investitionen ab. Eine davon ist die Erneuerung des Hänsler-Wehres bei Steinach in 2019. Ebenfalls auf der Agenda der kommenden Jahre steht das Schnapperwehr auf der Höhe von Fischerbach. „Bei Hochwasser hält das hölzerne Wehr dem Druck der Kinzig selten stand und muss anschließend mit großem Aufwand wieder funktionsfähig gemacht werden“, erläutert Rösch und lächelt. „Jetzt freuen wir uns aber erstmal drauf, dass das Freibad wieder öffnet und viele Besucher aus der Region sowie Urlaubsgäste anlockt.“  

 

Die Brunnen plätschern wieder

Der Frühling ist auch bei den Stadtwerken Haslach angekommen. Seit Anfang dieser Woche werden die städtischen Brunnen wieder in Betrieb genommen.

 

Ralf Rösch, technischer Werkleiter der Stadtwerke: "Das geschieht nicht auf einen Schlag, sondern nach und nach. Bis zum Wochenende dürften aber alle sieben Brunnen in der Kernstadt sowie die in Schnellingen und Bollenbach laufen."

 

Die meisten Brunnen in der Stadt werden von den Stadtwerken betrieben. Zu ihnen zählen der Narrenbrunnen an der Ecke Hofstetterstraße und Neue Eisenbahnstraße sowie die Brunnen an der Engelstraße, an der evangelischen Kirche in der Mühlenstraße, an der Ecke Pfarrgasse/Kirchgasse, am Pfarrplatz, der große Brunnen auf dem Marktplatz und eben der vor dem Kloster. Alle anderen Brunnen in der Kernstadt – wie unter anderem der vor der Sparkasse – sind privat. „Ob und wann die wieder laufen, liegt nicht in unserer Hand.“

 

Die städtischen Brunnen waren einst wichtige Pfeiler der Wasserversorgung. "Um 1900 gab es mehr als 20 öffentliche Brunnen", zitiert Rösch die "Chronik der öffentlichen Trink- und Brauchwasserversorgung der Stadt Haslach" von 1968. Heute werden die Bürger der Stadt im eigenen Zuhause mit Wasser versorgt, das aus eigenen Quellen bei Mühlenbach gewonnen sowie von der Wasserversorgung Kleine Kinzig geliefert wird.

Neue Strompreise ab dem 1. Januar 2019

Sehr geehrte Kunden,

die angespannte Entwicklung auf dem Strommarkt geht auch an den Stadtwerken Haslach nicht spurlos vorbei. Auch wir stellen uns den Herausforderungen, die mit dem notwendigen Ausbau der Erneuerbaren Energien in der deutschen Stromversorgung verbunden sind. Mit unseren eigenen Wasserkraftwerken sind wir schließlich Teil dieser Entwicklung, deren Bedeutung wächst. Im Schnitt decken umweltfreundliche Energien in Deutschland bereits rund ein Drittel des Gesamtstromverbrauchs. Damit verbunden ist der Ausbau der Stromnetze, um den regenerativ erzeugten Strom sicher und verlässlich zum Verbraucher zu transportieren. Finanziert wird dies unter anderem durch die sogenannten Netzentgelte. Diese müssen für die Nutzung von Stromleitungen bezahlt werden. Das ist ein Faktor, der die Stadtwerke Haslach betrifft. Ein anderer liegt in der Entwicklung der Strompreise generell. Seit etwas mehr als zwei Jahren steigen die Preise an den Energiebörsen deutlich.

Die gesetzlichen Abgaben bleiben dabei nahezu unverändert. Allerdings verschiebt sich deren Zusammensetzung: Während die EEG-Umlage 2018 von 6,792 Cent pro Kilowattstunde (kWh) auf 6,405 Cent/kWh im Jahr 2019 gesunken ist, ist die Offshore-Netzumlage (bisher Offshore-Haftungsumlage) von 0,037 Cent/kWh auf 0,416 Cent/kWh erhöht worden.

Für die Stadtwerke Haslach, die sich als kommunales Unternehmen der Stadt und ihren Bürgern verpflichtet fühlt, ist diese Entwick­lung, verbunden mit unserem Anspruch an Verlässlichkeit und Sicherheit in der Stromversorgung, nicht ohne Weiteres zu kom­pensieren. Daher werden wir eine moderate Preisänderung vornehmen müssen, um Ihnen weiterhin den sehr guten Service anbieten zu können, den Sie von uns gewohnt sind.

Wir möchten Sie in diesem Zusammenhang darüber informieren, dass Ihnen aufgrund der Preiserhöhung ein Sonderkündigungsrecht zusteht.

Der Preis für die Grundversorgung erhöht sich bei einem durchschnittlichen Haushaltskunden mit einem jährlichen Stromverbrauch von 3.500 kWh um rd. 4,3 %. Den neuen Preis garantieren wir Ihnen selbstverständlich bis zum 31. Dezember 2019. Unseren Service für Sie und unsere Stadt garantieren wir natürlich darüber hinaus. Eine aktuelle Übersicht unserer Tarife finden Sie auf unserer Homepage www.stadtwerke-haslach.desowie auf den beigefügten Allgemeinen Preisen für die Versorgung in Niederspannung.

Natürlich helfen wir Ihnen auch persönlich weiter. Unsere Kundenberater Ingrid Keller und Claus Schmieder kümmern sich in unserem Kundencenter sowie unter den Telefonnummern 07832/706-250 und 07832/706-254 gern um Ihr Anliegen.

Vielen Dank für Ihr Vertrauen und Ihre Treue gegenüber den Stadtwerken Haslach.

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