Vorverkauf startet

Am Samstag, 13. Mai 2017, öffnet das Freibad Haslach wieder seine Tore. Durch die Einführung der neuen Karte wird deren Erwerb noch einfacher: Den Vordruck brauchen Sie nur noch auszufüllen, wenn Sie bisher keine Karte hatten oder sich bei Ihnen oder in der Familie Änderungen ergeben haben. Ansonsten gehen Sie mit der Karte einfach an die Kasse und bezahlen: Die Karte ist dann sofort freigeschaltet. Für die Freischaltung der Familienjahreskarten werden alle dazugehörigen Karten benötigt.

Um Ihnen das Freischalten der Karten, beziehungsweise deren Erwerb zu erleichtern, haben wir Vorverkaufstage eingerichtet.

Die Kasse des Freibads ist am Samstag, 6. Mai 2017, von 10 bis 14 Uhr sowie am Dienstag, 9. Mai 2017, von 9 bis 11.30 und von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Schüler, Auszubildende und Studenten über 18 Jahre sowie Menschen mit Behinderungen legen bitte den entsprechenden Nachweis für die Ermäßigung vor. Wir freuen uns mit Ihnen auf eine schöne und sonnige Freibadsaison.

Keine Verträge per Telefon

Die Stadtwerke Haslach führen weder aktuell noch generell Vertragsgespräche am Telefon. Darauf weist Hans-Peter Falk, Kaufmännischer Leiter der Stadtwerke Haslach, hin. „Leider nutzen viele, oft unseriöse Anbieter das Telefon, um auf Kundenfang zu gehen.“ Aktuell sei die Masche, dass sich ein Anrufer als Marktforschungsinstitut ausgebe, um über die angeblich zu hohen Stromkosten zu sprechen. Anschließend werden dann angeblich bessere Energietarife angeboten. Was Falk besonders stört: „Kunden wird bei diesem Telefonat versichert, dass sie trotz eines Tarif- oder Anbieterwechsels weiterhin Vertragspartner der Stadtwerke seien.“

„Seriöse Unternehmen machen keine Vertragsabschlüsse per Telefon“, sagt Falk. Sein Tipp: „Gehen Sie nicht auf das angeblich gute Angebot ein, sagen Sie nicht am Telefon einfach „ja“, sondern lassen Sie sich das Angebot im Zweifelsfall schriftlich zuschicken.“ Nur dann bestehe die Chance, auch das Kleingedruckte zu lesen und eventuelle Fallstricke im Vorfeld zu erkennen.

 

Energie wird smart

Schwarz, klobig und ein bisschen urzeitlich: So sehen Stromzähler aktuell aus. Allerdings ist deren Zeit bald abgelaufen, erläutert Ralf Rösch, Technischer Werkleiter der Stadtwerke Haslach: „Bisher hat es gereicht, wenn der eigene Stromzähler den Energieverbrauch gemessen hat. In Zukunft muss er mehr leisten.“

Denn dem Kasten war es einerlei, wann und welcher Strom genutzt wurde: Sein Rad hat sich gedreht, wenn Strom verbraucht wurde, und mit ihm die analogen Ziffern. Einmal im Jahr musste er abgelesen werden, um die Verbrauchsrechnung aufzustellen. „Das ist natürlich müßig und für alle mit Aufwand verbunden“, bringt es Rösch auf den Punkt. Heute, wo sich alles vernetzen lässt, ist auch das Auslesen von Stromdaten durch den Energieversorger kein Hexenwerk. Dazu braucht es nur intelligente und vernetzte Messgeräte.

Doch Technik und Gesetzgebung sind längst einen Schritt weiter. So hat der Bundestag im vergangenen Sommer das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende beschlossen. Es ist die Grundlage für das Stromversorgungssystem der Zukunft, heißt es bei den Verantwortlichen im Bund. Und das trifft auch kleine Energieversorger wie die Stadtwerke. Ralf Rösch: „Strom kommt heute aus verschiedenen Quellen – Wind, Wasser, Sonne sowie aus verschiedenen Kraftwerken – sowie von unterschiedlichen Anbietern. Das alles soll sowohl intelligent eingespeist als auch intelligent verteilt und abgerechnet werden.“ Ein Baustein sind moderne Stromzähler, mit denen die Erzeugung und der Verbrauch von Energie besser in Einklang zu bringen und Sparpotenziale zu erschließen seien.

Was noch ein bisschen wie Zukunftsmusik klingt, bedeutet heute schon zusätzliche Arbeit für das Team um Ralf Rösch und Hans-Peter Falk, Kaufmännischer Werkleiter der Stadtwerke. „Es geht ja nicht nur darum, die Zähler eins zu eins umzutauschen, sondern auch darum, die Technik dahinter zu verstehen und einzusetzen.“ Ein einfacher Werkzeugkoffer ist dafür unzureichend. „Da muss programmiert und installiert werden. Die Anforderungen an unsere Mitarbeiter steigen gewaltig“, sagt Rösch angesichts des großen Innovationsschritts. Noch in diesem Jahr – wahrscheinlich zum Winter hin – werden die ersten Stromzähler in Haslach ausgetauscht werden. Abhängig ist der Zeitpunkt allerdings weniger von den Stadtwerken, sondern von den Herstellern der Messgeräte. „Da gibt es noch Engpässe.“

Verbunden mit dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende sind auch höhere Anforderungen beim Betrieb der digitalen Stromzähler, oft mit „Smart Meter“ bezeichnet. „Das ist rechtlich eine eigene Aufgabe“, sagt Rösch. Damit gliedert sich die Arbeit der Stadtwerke als Energieversorger zukünftig in drei Bereiche: Netz, Vertrieb und das Messen, das in einem eigenen Gesetz – dem Messstellenbetriebsgesetz vom August 2016 – geregelt ist. „2017 ist ein Jahr des Umbruchs. Wir müssen uns nicht nur intern neu aufstellen und organisieren, sondern auch viele zusätzliche Kriterien erfüllen – etwa bei der Umsetzung von Datenschutz, Sicherheits- und Qualitätssystemen“, fasst der Technische Werkleiter zusammen. Doch erstens sei das notwendig und wichtig, und zweitens befinde man sich auf einem guten Weg. 

Investition in Sicherheit

Es ist ein kleiner Block im Schaltschrank. Ein paar rotflackernde LED, etliche Steckverbindungen und ein paar Schalter. „Das könnte man als Herzstück der Stadtwerke bezeichnen“, sagt Ralf Rösch und schließt die grünlackierte Tür wieder. Wer an diesem elektrischen Kasten unbedarft herumspielt oder bewusst handelt, könnte Haslach den Saft abdrehen. Und vielleicht sogar mehr als das.

„Energieversorger sind schon immer bestrebt, ihre Anlagen zu schützen“, erläutert der Technische Werkleiter weiter. „Mittlerweile gibt es dazu auch Richtlinien aus der Politik.“ Das IT-Sicherheitsgesetz etwa verpflichtet Unternehmen, die für die Infrastruktur wichtig sind – dazu zählen unter anderem Energieversorger und Telekommunikationsunternehmen, ein „Information Security Managementsystems“, kurz ISMS, einzuführen. Geschehen muss das bis Ende des Jahres. Für die Stadtwerke Haslach ist das eine Herausforderung. „Wenn wir auch nur ein kleines Unternehmen mit 22 Mitarbeitern sind, wir müssen die gleichen sicherheitsrelevanten Vorgaben wie etwa Atomkraftwerksbetreiber erfüllen.“ Und das ist mit einem erheblichen Aufwand und dementsprechenden Kosten verbunden. Rösch rechnet mit 40.000 bis 60.000 Euro.

Das ISMS definiert Prozesse rund um die Informationssicherheit – und umfasst alle Bereiche der Stadtwerke. Rösch, der als Sicherheitsbeauftragter der Stadtwerke die Verantwortung für die Umsetzung innehat, erläutert: „Das beginnt bei der Zugangskontrolle zu bestimmten Bereichen im Haus und baulichen Veränderungen, geht über die Bewertung von Lieferanten und endet noch lange nicht bei IT-Schutzmechanismen wie Firewalls oder dem regelmäßigen Ändern von Passwörtern.“ Unterstützung erhält Rösch bei der Umsetzung dieses Vorhabens durch die Spezialisten der TÜV Trust IT aus Köln. „Den ersten von vielen Terminen hatten wir schon“, berichtet er, um gleich hinterherzuschieben: „Und es gibt einiges zu tun!“

So müssen alle Prozesse im Versorgungsnetz exakt definiert und beschrieben werden, damit sich dann die entsprechenden Schutzmaßnahmen anpassen lassen. „Das betrifft sowohl die Strom- als auch unsere Wasserversorgung“, erläutert Rösch. Zwar verlange das IT-Sicherheitsgesetz nur ein ISMS in Sachen Energie, doch zum einen sind beide Netze bei den Stadtwerken eng miteinander verknüpft, zum anderen ist sich Rösch sicher, dass die Wasserversorgung über kurz oder lang zur sogenannten kritischen Infrastruktur gerechnet wird. „Und dann müssten wir wieder von vorn anfangen.“

Wichtigstes Ziel des ISMS ist es, die sogenannte Netzstabilität zu sichern. „Denn das Problem besteht darin, dass selbst Schwankungen in einem regionalen Stromnetz Auswirkungen auf das ganze System haben können“, erläutert Rösch. Daher gelten die strengen Vorgaben auch für die kleineren Unternehmen in der Energieversorgung. Das schweißt zusammen: „Wir tauschen uns eng mit den Kollegen in Oberkirch und Waldkirch aus, um voneinander zu profitieren, auch wenn die einzelnen Prozesse und Rahmenbedingungen natürlich sehr unterschiedlich sind.“

Sind die Prozesse in ihrer Gesamtheit definiert und alle Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt, wird das ISMS zum Herbst hin von externen Auditoren geprüft und – im Idealfall – zertifiziert. Wenn nicht, muss nachgebessert werden, bis es passt, sagt der Sicherheitsbeauftragte: „Sonst drohen uns empfindliche Bußgelder.“

 

Wehr wird erneuert

Die Planungen sind abgeschlossen, grünes Licht gegeben. „2016 haben wir die Weichen für eine Verbesserung der Wasserkraft gestellt“, sind sich Hans-Peter Falk und Ralf Rösch sicher. Die beiden Werkleiter – Falk ist für den kaufmännischen Bereich verantwortlich, Rösch für den technischen – sind auch zuversichtlich, dass sich die Investition von rund 300.000 Euro am sogenannten Henssler-Wehr bei Steinach in deutlich weniger als zehn Jahren bereits positiv auf das Jahresergebnis auswirken wird.  

Aufgabe des Untergewichtsstauklappenwehrs, das aus zwei sogenannten Wehrfeldern besteht, ist es, den Kanal zu versorgen, der das Kinzigwasser ins Kraftwerk führt. Dazu muss sich das Wehr dem Wasserstand der Kinzig anpassen. Doch das funktioniert nicht mehr so reibungslos. „Das Wehr wurde 1954 installiert“, sagt Rösch. Dementsprechend veraltet ist seine Bauweise, und die Klappen richten sich nur langsam und schwerfällig auf. Die Folge: Es geht regelmäßig viel Wasser verloren, das eigentlich der Stromerzeugung hätte zugefügt werden könnte. Nicht nur das. „Ohne den Eingriff durch unser Personal, wäre der Verlust noch höher.“ Auch dieser verursacht Kosten.

Daher hatten Falk und Rösch im Sommer ein Gutachten in Auftrag gegeben, um die Zukunft des Henssler-Wehres besser planen zu können. Das Ergebnis der Karlsruher Spezialisten von Hydro-Energie Roth bestätigte ihre Befürchtungen: Etliche Klappenmechanismen arbeiten nicht mehr korrekt, und auf diese Weise erhält die Wasserkraftanlage deutlich weniger Wasser als möglich wäre. „Mehr als 330 Megawattstunden (MWh) gingen so zwischen 2011 und 2014 im Schnitt pro Jahr verloren“, zitiert Rösch aus dem Gutachten. Das soll sich ändern. Statt 1450 MWh pro Jahr könnte die Wasserkraftanlage dann 1780 MWh jährlich erzielen – ein Zuwachs um mehr als 20 Prozent.

Im Sommer 2017 – zwischen Mai und Oktober – soll das Wehr komplett erneuert werden. Zum einen nutze man bewusst die Zeit des niedrigeren Wasserstands, zum anderen plant auch das Regierungspräsidium dort zu bauen. „Der dort vorhandene Fischpass entspricht längst nicht mehr der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie“, weiß Rösch. Der Umbau, mit dem Durchgängigkeit der Kinzig weiter erhöht wird, ist eine Ausgleichmaßnahme für die Erweiterung der B33. „Wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sein werden, ist das einstige Henssler-Wehr dann ein ökologisches Vorzeigewehr: Es unterstützt einerseits die Stromerzeugung mittels Wasserkraft und ist andererseits kein Hindernis mehr für Fische und andere Flussbewohner.“