über die Geschichte

Der Grundstein der Stadtwerke Haslach liegt in der Elektrifizierung des Marktstädtchens 1899: Ein Jahr zuvor erwarb Andreas Kern, ein Müller und Kaufmann aus Mühlenbach, auf dem Mühlegrün ein Anwesen, zu dem eine Mühle und ein Sägewerk gehörten. Der Kaufpreis betrug 70.000 Mark. Auf dem Gelände ließ er anschließend ein Elektrizitätswerk errichten, das im August 1899 erstmals Strom lieferte. Keine drei Jahre später meldete das Unternehmen Insolvenz an, und in einer Zwangsversteigerung erwarb die Stadt Haslach im Mai 1902 das komplette Anwesen für 95.500 Mark. Sägewerk und Mühle wurden geschlossen, das Elektrizitätswerk weiterbetrieben.

Neben der Versorgung der prosperierenden Stadt mit Elektrizität und dem Ausbau des Leitungsnetzes mussten sich die Stadtwerke Haslach bald einem weiteren Versorgungsthema zuwenden: Nach mehreren Typhus-Fällen und einer regelrechten Typus-Epidemie 1904 mit 30 Toten aufgrund eines nicht-vorhandenen Trinkwassernetzes musste die Stadt handeln. 1909 wurden die Leitungen gelegt. Ein Jahr später floss genießbares, sauberes Quellwasser bis in die Häuser der Bürger. Parallel wurde mit dem Bau eines Abwassersystems begonnen, das 1912 fertiggestellt wurde. Eine teure Investition: 525.000 Mark mussten dafür aus dem Stadtsäckel bereitgestellt werden.

Mitte der 1950er-Jahre erweiterte sich das Portfolio der Stadtwerke durch den Bau des Freibads. Und Ende der 1990er-Jahre wurde die Fernwärmeversorgung aufgebaut, von der das Schulzentrum, das Freibad, die Eichenbachsporthalle und mehrere Haushalte profitieren.

Elektrizität, Trinkwasser, Wärme und der Betrieb des Freibads zählen heute zu den Aufgaben der Stadtwerke.

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